Viele Praxen verfügen längst über umfangreiche Auswertungen. Untersuchungszahlen, Gerätestunden und Personaleinsatz werden regelmäßig erfasst. Dennoch bleibt im Alltag häufig eine zentrale Frage offen: Wie ist diese Leistung eigentlich zuzuordnen?
Kennzahlen gibt es in jeder Praxis, doch erst im Vergleich entfalten sie ihre Wirkung. Eine scheinbar einfache Leistungskennzahl kann, richtig eingesetzt, tiefe Einblicke liefern in Auslastung, Organisation und wirtschaftliches Potenzial. Warum Benchmarks für eine realistische Bewertung unverzichtbar sind und was hinter der KPI Untersuchungen je Gerät und Arbeitstag steckt, zeigt Ihnen dieser Artikel.
Warum Benchmarks unverzichtbar sind
Im letzten cinify Blogartikel zum Gehalt-Forecast im Controlling stand die Frage im Mittelpunkt, wie Praxen ihre zukünftigen Personalkosten besser planen können. Dieser Blick nach vorne ist essenziell, greift aber zu kurz, wenn er nicht mit der Leistungsseite verknüpft wird.
Denn wirtschaftliche Stabilität entsteht nicht durch reine Kostenbetrachtung, sondern durch das abgestimmte Zusammenspiel von Personal, Geräten und tatsächlicher Leistung. Wer weiß, wie sich Personalkosten entwickeln, muss ebenso verstehen, welche Leistung diesen Kosten gegenübersteht.
Genau hier kommen Benchmarks ins Spiel. Eine einzelne Kennzahl sagt wenig aus, solange sie isoliert betrachtet wird. Erst der Vergleich mit anderen, strukturell ähnlichen Praxen schafft Einordnung. Für Radiologien ist das besonders relevant, da Geräteinvestitionen hoch sind und wirtschaftlicher Erfolg stark von Auslastung und Organisation abhängt.
Benchmarks machen Leistung vergleichbar und schaffen eine realistische Bewertung, unabhängig von subjektiven Eindrücken oder gewachsenen Annahmen. Sie helfen dabei, Kosten nicht isoliert zu betrachten, sondern im Verhältnis zur tatsächlichen Nutzung von Geräten und zur Anzahl der durchgeführten Untersuchungen.
Eine KPI im Mittelpunkt: Untersuchungen je Gerät und Arbeitstag
Auf den ersten Blick wirkt diese Kennzahl fast banal, da sie eine scheinbar einfache Fragestellung beantwortet: Wie viele Untersuchungen werden an einem durchschnittlichen Arbeitstag pro Gerät durchgeführt?
Doch gerade diese Einfachheit ist ihre Stärke. Die KPI basiert auf klar ableitbaren Daten aus bestehenden Systemen wie RIS und Terminplanung. Sie ist transparent, nachvollziehbar und auch für medizinisches Personal ohne Controlling-Hintergrund leicht verständlich. Die Kennzahl zeigt, wie intensiv ein Gerät genutzt wird unabhängig davon, wie sich ein Arbeitstag subjektiv anfühlt.
Damit Benchmarks belastbar sind, braucht es konsistente und klar definierte Vergleichsgrundlagen. In Radiologien stellen sich dabei schnell komplexe Fragen. Sind Modalitäten einheitlich definiert? Werden lokale Feiertage berücksichtigt? Zählen Screening-Untersuchungen genauso wie andere Leistungen?
Die KPI Untersuchungen je Gerät und Arbeitstag eignet sich deshalb besonders gut, weil sie auf einem gemeinsamen Datenmodell aufbaut und klare Regeln voraussetzt. Geräte werden eindeutig identifiziert, Modalitäten standardisiert und Arbeitstage realistisch definiert.
So entstehen Vergleiche, die tatsächlich Unterschiede sichtbar machen. Etwa zwischen Standorten, Geräten oder organisatorischen Abläufen.
Was Radiologien konkret aus den Benchmarks lernen können
Richtig eingeordnet liefert diese Kennzahl konkrete Hinweise für organisatorische und wirtschaftliche Entscheidungen im Praxisalltag:
- Sind bestimmte Geräte dauerhaft unter- oder überdurchschnittlich ausgelastet?
- Liegen Unterschiede an der Nachfrage oder an organisatorischen Rahmenbedingungen?
- Wo gibt es Potenzial, Abläufe zu optimieren, ohne zusätzliche Investitionen zu tätigen?
Gerade Radiologien profitieren davon, da die Geräteauslastung ein zentraler wirtschaftlicher Hebel ist. Das Benchmarking Dashboard hilft, Investitionsentscheidungen fundierter zu treffen und interne Diskussionen auf eine sachliche Basis zu stellen.
Auf der KPI Untersuchungen je Gerät und Arbeitstag lassen sich weitere Analysen aufbauen, etwa differenziert nach Untersuchungsarten, Zeitfenstern oder in Kombination mit Personal- und Geräteauslastung. Doch ohne eine verständliche, belastbare Basis bleibt jede Vertiefung theoretisch. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst mit einer klaren Kennzahl zu beginnen, anstatt mehrere unklare zu betrachten.
Benchmarks schaffen Klarheit und Handlungsspielraum
Benchmarks dienen nicht der Kontrolle, sondern geben Orientierung bei der Einordnung der eigenen Leistung. Sie helfen Radiologien dabei, die eigene Leistung realistisch einzuordnen, Potenziale zu erkennen, Planungssicherheit für Investitionen und Personal zu schaffen und wirtschaftliche Entscheidungen faktenbasiert zu treffen.
Die KPI Untersuchungen je Gerät und Arbeitstag zeigt exemplarisch, wie viel Aussagekraft in einer scheinbar einfachen Kennzahl stecken kann. Vorausgesetzt, sie wird korrekt definiert und im richtigen Kontext verglichen.
Nutzen Sie aussagekräftige Benchmarks, um Auslastung, Organisation und Wirtschaftlichkeit gezielt zu steuern und finden Sie mit cinify heraus, wo Ihre Radiologie im Vergleich zu ähnlichen Praxen steht.
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